Talent? Wir? Nö! Kann man das essen?

Frau Alma hat zur Blogparade aufgerufen, da dürfen wir uns natürlich nicht enthalten. Diesmal ist es ein Thema, womit sich wohl jeder Hundebesitzer nicht gern auseinandersetzt. Keiner gibt gern Schwächen zu. „Schwächen? Nee, hab ich nicht! Aber willst du meine Stärken wissen?“. In einem Bewerbertraining lernte ich mal, Schwächen als Stärken zu verkaufen, so wie zum Beispiel: „Ich bin manchmal zu ehrgeizig. Dauernd will ich die Beste sein.“. Und dein Gegenüber denkt so „..die gibt nie auf!“. Clever gelöst, aber irgendwie auch unehrlich (auch wenn es ja stimmt).

Heute geht es jedenfalls um Talente. Bzw. Nicht-Talente. Ja, auch wir sind davon betroffen, obwohl wohl jeder Hundebesitzer denkt, dass der eigene Hund tooootal talentiert ist. Ja, das mag sein, aber eben nicht überall und in allem. Fragen wir doch mal Jacki, was er so davon hält.

Jacki: Talente? Ja haben wir. Ich mag Spielzeug, Ruby mag Essen. Aber wir müssen jetzt nicht alles können, das wäre uns zu anstrengend. Wir sind so zufrieden, wie es ist. Wir haben keine Königsdisziplinen wie Treibball, Mantrailing, Dog Dance oder so einen „Firlefanz“ drauf. Wir sind einfach nur Jacki & Ruby. Frisbee spielen können wir. Und Apportieren wenn wir Lust und Laune haben auch. Gibt ja für alles seine Techniken, oder Frauchen? Die ist nämlich gewitzt und hat ein zweites Spielzeug für mich dabei, damit ich plötzlich auf Spielzeug 1 keine Lust mehr habe und es fallen lasse. Und Ruby? Ja, also die ist für alles und jeden bestechlich ohne Ende. Hast du Futter, hast du Ruby. Die macht dann alles. Kein Problem.

Frau Alma bohrt also bei uns nach: Welche talentfreie Zone ist bisher euer Geheimnis geblieben?

Jetzt kommt etwas, das mir total unangenehm ist, da wir es wirklich, ja, wirklich oft trainiert haben. Ich muss mir fast ein bisschen Mut antippen, um es loszuwerden: Jacki kann kein „Platz“. Er kann es einfach nicht. Das ist aaaabsolut nicht sein Ding. Zumindest nicht auf Kommando. „Sitz“ kann er, ein aufgeregtes „Männchen“ kann er auch. Wisst ihr, was er sogar kann? „PENG“! Dann haut er sich auf den Boden, streckt alle Viere von sich und „ergibt“ sich. Aber „Platz“ will einfach nicht in seinen Dickkopf. Das Leckerlie kann noch so toll sein, es funktioniert nicht. Ich meine, wir finden das nicht weiter schlimm, weil „Sitz“ ja ausreichend ist, aber ich hab mich schon oft gefragt, warum er mir das verweigert. Das ist ja auch fast ein bisschen peinlich, da so ziemlich jeder Hund, den ich kenne, „Platz“ kann.

Ruby kann so ziemlich alles, was man bzw. sie sich vornimmt. Aber nur wenn man ein Leckerlie dabei hat. Ich meine klar, manchmal ist es ihr auch egal und im Alltag hört sie auch ohne. Aber wenn es um neue Dinge geht, die sie lernen soll, dann stets mit Leckerlie. Deswegen kann sie eines ganz, ganz schlecht: WIDERSTEHEN! Klar, jetzt sagt ihr, das ist ja gar nicht talentfrei! Und ich sage: Doch! Wenn Jacki total in seinem Spielzeug vernarrt ist, da kann man ihm vorhalten, was man möchte, er gibt das Ding nicht her. Ruby hat derweil das Spielzeug schon 20 Mal wieder ausgespuckt und war in Sekundenschnelle bei dir, um was abzugreifen. Genau das ist Ruby’s Problem. Man muss bei ihr total auf die Linie achten, weil sie so einen geringen Grundverbrauch hat. Sie liegt am liebsten den gaaaanzen Tag im Bett und schläft. Und, gerade im Winter, sieht man natürlich den Unterschied zwischen ihr und dem schmalen, kurzhaaringen Jacki. Also Weight Watchers für Hunde wäre bei ihr wirklich ein Traum und würde das Durchhaltevermögen von Ruby UND Frauchen testen. Nicht, weil ich auf meine Linie achten müsste, nein, weil ich auf Ruby’s Linie achten müsste. Und das fällt mir manchmal sehr schwer, ihr gerade nichts zu geben, von den leckeren Sachen, die ich manchmal so habe.

Aber wisst ihr was? Genau das macht meine Hunde zu dem, was sie sind. Und wenn es nur das ist, was ich verschmerzen muss, dann nehme ich das gerne hin. Zumal die beiden ja auch schon kleine „Omi und Opi“ sind. Wenn ich denen jetzt noch auf die Nerven gehen würde mit stundenlangem Training oder 500 Kopfaufgaben am Tag, dann würde bestimmt die eine oder andere Kuschelstunde ihrerseits wegfallen.

Also, Talent nein, Pokal nein, Anerkennung neee aber Liebe? JA!!! Frauchen zufrieden, Jacki zufrieden, Ruby schläft. Also zufrieden.

 

Liebe Grüße an euch da draußen,

Sarah, Jacki & Ruby

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Unsere miDoggy Magic Power

Ich habe von  Julia und Lola’s toller Aktion gehört, die sich mal weg von dem Konsumgedanken bewegt, der gerade zur Weihnachtszeit vorherrscht. Die Aktion beschäftigt sich mit wesentlicheren Dingen indem sie folgende Frage stellt:

„Was würdet Ihr in der Welt verbessern wollen, wenn es Euch erlaubt wäre, Ihr “magic power” hättet?“

Ich habe mir zu diesem Thema wirklich sehr lange Gedanken gemacht. Jede Superkraft, die mir einfiel, war irgendwie nicht gut genug. Nicht gut genug für jeden. Nicht für mich.

Aber damit ihr überhaupt wisst, wovon ich rede, Folgendes:  Dr. Jane Goodall, eine achtzig jährige Verhaltensforscherin, ist wirklich super inspirierend und bewundernswert. Seht selbst, worum es ihr geht (das Video ist auf englisch).

Klar, muss man mit Wünschen immer vorsichtig sein. Das lernt man schon als Kind. Nutzt man sie zu eigennützig, geht das sowieso in die Hose. Wünscht man sich etwas zu globales, bedeutet dies meist ein komplettes Chaos. Eins muss man glaube ich einsehen: Man kann die Welt nicht retten. Zumindest nicht vollständig. Aber (!!!) man kann jeden Tag ein Stück dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Und das ist doch das, was sich letztendlich alle wünschen.

Da ihr jetzt wisst, worum es Dr. Goodall geht, erzähle ich euch meinen Wunsch, meine Superkraft:

Ich hätte gern eine Superkraft, die Menschen dabei hilft, sich selbst und andere mehr zu lieben.

Ist man zufrieden mit sich selbst, hat man meiner Meinung nach schon die halbe Miete. Benutzt man die andere Hälfte dazu, andere Menschen bzw. Lebewesen zu lieben, ist es perfekt. Doch wie soll das gehen? Mir fällt dazu ein berühmtes Zitat ein, was den Nagel auf den Kopf trifft:

Jemand, der ein „Wofür“ im Leben hat, kann jedes „Wie“ ertragen.

Ich glaube, dass der Schlüssel zum zufriedenen Leben ein „Wofür“ ist. Für mich sind das meine Familie, mein Verlobter und meine Hunde. Das Schöne daran ist, dass jeder Mensch ein „Wofür“ haben kann. Es kann auch ein Hobby sein oder eine Passion. Es wäre also toll, wenn jeder Mensch ein „Wofür“ hat, wodurch er jedes „Wie“ ertragen kann.

Wichtig ist hierbei jedoch auch die Selbstliebe, denn man darf sich selbst nie vergessen. Man sieht es immer wieder, dass sich Menschen für jemanden oder etwas selbst aufgeben. Damit dies nicht passiert, gehört hierzu zwingend eine gewisse Selbstreflexion. Mit ein paar kleinen Fragen/Thesen kann man sich seine Selbstliebe aber auch die Nächstenliebe wieder hervorrufen:

  1. Ich bin dankbar für…
  2. Was würde den heutigen Tag wunderbar machen?
  3. Tägliche Komplimente. Ich bin…
  4. 3 tolle Dinge, die heute passiert sind.
  5. Wie konnte ich den heutigen Tag für jemand anderes besser machen?

Hierbei wird jeder Tag einzeln als eigenständiges Abenteuer betrachtet. Klar, gibt es Tage, an denen man nicht alle Fragen/Thesen beantworten kann. Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, sich selbst und andere lieben zu lernen. Meiner Meinung nach gäbe es dann auch deutlich weniger Hass und Kriege auf der Welt. Ein bisschen mehr Empathie tut niemandem weh. Versetzt euch doch manchmal in die Lage Anderer und habt ein paar nette Worte für eure Mitmenschen über. Hierzu ein anschauliches Beispiel unserer super schnellen, unschönen Welt: Neulich waren wir Einkaufen. Als wir an der Kasse waren, war jemand vor uns, der die Kassiererin überhaupt nicht beachtet hat, obwohl sie so super freundlich war und es überhaupt keinen Grund gegeben hat, sie nicht zu beachten. Sie gab bis zum Schluss nicht auf und wünschte der Person trotzdem einen schönen Tag. Ich hab mir innerlich vorgestellt wie die Person stolpert und fällt, als sie gegangen ist. Karma hat dies jedoch ignoriert. Mal sehen, wann Karma die Person doch einholt. Versteht mich nicht falsch, aber so geht man doch mit seinen Mitmensch nicht um. Klar ist man manchmal im Stress, aber SO im Stress kann keiner sein, dass jemand, der einem gerade sein Essen verkauft hat nicht mal ein trockenes „Tschüss“ verdient hat.

Ich wünsche mir wirklich, dass die Menschen ein bisschen mehr Empathie an den Tag legen und sich in die Situation anderer Menschen hineinversetzen.

Diese Empathie macht jedoch auch bei Tieren keinen Halt. Meine gute Freundin Isabelle machte mich letztens, als wir zusammen auf dem Weihnachtsmarkt waren, auf eine tolle Aktion aufmerksam, die ich euch nicht vorenthalten möchte: auf www.tierschutz-shop.de  könnt ihr Vereine unterstützen, mit „echten“ Sachen (genauer Link zum Vereine finden hier: Wunschlisten der Vereine. Das heißt, dass Vereine, wie zum Beispiel Traurige Hundeherzen e.V., wo auch unsere Ruby herkommt, Bedarfe an den Tierschutz-Shop melden, und man selber als „Verbraucher“ einen Warenkorb für den gewünschten Verein packen kann. Schön ist auch, dass diese Spende dann auch transparent ist, so dass man erkennen kann, ob die Spenden auch wirklich ankommen. Durch einen sogenannten „Sharing-Versand“ können sich verschiedene Spender die Versandkosten mit anderen Spendern teilen. Wenn ihr nicht nur einen Verein unterstützen wollt, könnt ihr auch in den Bedarfslisten der anderen Vereine schmökern.

Ihr fragt euch jetzt sicherlich warum ich gerade in diesem Beitrag auf diese Aktion aufmerksam mache. Ganz einfach: Tiere (und in meinem Fall gerade Hunde) geben uns so viel zurück. Sie lassen uns wir selbst sein. Da ist kein Verstellen notwendig. Sie lieben uns so wie wir sind. Gebt so den Tieren, denen es nicht so gut geht, die Möglichkeit, beachtet zu werden. Klar, kann man nicht jedes Tier aufnehmen (allein aus finanziellen, gesundheitlichen oder räumlichen Gründen nicht), aber man kann jedem Tier den Aufenthalt an dem Ort, an dem es gerade ist, erträglicher machen. Und darum geht es. Immer. Lass es statt einem Strom ein Tropfen sein und das Glas füllt sich am Ende doch.

Nun wünschen wir euch frohe Weihnachten!

 

Sarah, Jacki & Ruby

Unser erstes Monatspfoto

Hey ihr Lieben,

heute machen wir das erste Mal bei Dunkelbunterhund’s Monatspfoto Aktion mit. Wir haben diese Aktion vor kurzem erst entdeckt und gleich lieben gelernt. Das Motto für den November lautete: „beste Freunde“. Bei Jacki und Ruby liegt das auf der Hand. Die beiden sind DAS Team überhaupt, seit dem ersten Tag. Den ganzen November habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welches Motiv ich nehmen soll. Mache ich ein neues Bild, entsteht irgendetwas spontan? Wir können ja das nehmen, was für den Liebster Award entstanden ist?  „Unser erstes Monatspfoto“ weiterlesen